Stück

Zum Stück «Alles armi Teyfle»

Viele, die im 17. Jahrhundert in Buochs lebten, waren wirklich «Armi Teyfle». Zwar hatte sich die politische Lage nach dem 30-jährigen Krieg in Deutschland und den konfessionellen Spannungen in der Mitte des Jahrhunderts ein wenig beruhigt. Doch Klimaschwankungen, Erdbeben und andere einschneidende Ereignisse veranlassten die Regierung und die Kirche, die solche Vorkommnisse auf das gottlose Tun der Menschen zurückführten, eine sittliche und religiöse Reformation in Stadt und Land durchzusetzen.
In diese Situation hinein erscheint nun ein wirklicher Teufel: Urian. Der gewitzte Kerl plant einen höllischen Karriereschritt. Um die nächsthöhere Position erreichen zu können, muss er seiner Chefin Luzi Vera eine ungetaufte Seele bringen. Urian glaubt bei den armen Sündern im katholischen Buochs leichtes Spiel zu haben. Als sich nicht alles so reibungslos entwickelt wie erhofft, arrangiert Urian ein erotisches Zusammentreffen der katholischen Bauerntochter Anna mit dem reformierten Müllerknecht Hannes aus dem Bernischen, und kurz darauf kündigt sich Nachwuchs an. Um leichter an das Neugeborene heran zu kommen, sät Urian kurz vor der Geburt Zwietracht zwischen die Eltern. Doch jetzt beginnt Anna, dem aufdringlichen Urian zu misstrauen. Dass sie dabei von einem Vertreter der himmlischen Mächte unterstützt wird, kann sie nicht wissen.
Urian muss schliesslich erkennen, dass ein Menschenleben bei aller Mühseligkeit auch seine schönen Seiten hat und dass auch arme Teufel glücklich sein können.

 

Uraufführung «Alles Armi Tüüfel»
Freilichtproduktion der Reformierten Fassung

Das Stück «Alles Armi Tüüfel» wurde ursprünglich als Auftragsarbeit für die «Freilichtspiele Lägern» geschrieben und im Sommer 2006 im zürcherischen Oberwehnigen aufgeführt.
Autor: Paul Steinmann
Mitarbeit: Rupert Dubsky

Premiere der «reformierten Fassung» war im August 2006
Freilichtspiele Lägern (Bühne Wehntal / Dramatischer Verein Dielsdorf) Regie: Rupert Dubsky

 

Erstaufführung «Alles armi Teyfle»
Indoorproduktion der Katholischen Fassung

Für das Theater Buochs bearbeitet als «katholische Fassung» 2017
Autor: Paul Steinmann
Mitarbeit: Andreas Berger