Nidwaldner Übersetzung

Dialekt Übersetzer

Alois Gander

Alois Gander ist in Beckenried aufgewachsen. Von 1969-2008 war er in Buochs als Lehrer an der Primar- und Werkschule tätig. Er spielt Posaune in der Feldmusik Beckenried, die er von 1972 – 1985 dirigierte. Er ist Mitglied der Blaskapelle Beckenried und spielt auch öfters bei kirchlichen Anlässen in unserer Pfarrkirche in einem Bläserquartett. Seit seiner Pensionierung ist er freier Mitarbeiter im Redaktionsteam der „Buochserwelle“. Alois Gander war einige Jahre lang Mitglied unserer Theatergesellschaft und verkörperte dabei verschiedene Sprechrollen. Aus beruflichen Gründen musste er seinen Rücktritt erklären. Sein Interesse am Theater aber ist geblieben, und er hat später noch ab und zu als Musikant mitgewirkt. Weil er sich für Sprache und unsern Dialekt interessiert und auch gerne gut gespieltes Dialekt-Theater sieht, übersetzt er nun bereits zum vierten mal ein Theaterstück für die Buochser Bühne.

Franz Troxler

Franz Troxler, vielen auch bekannt als «Mungo», wohnt seit seiner Geburt in Buochs. Ausgebildet zum Primarlehrer, Schulischen Heilpädagogen und Logopäden. Seit über dreissig Jahren auch freischaffender Fotograf.
Seine Liebe zur Region, zu Buochs und ganz besonders zu unserem schönen Dialekt sind für uns ideale Voraussetzungen um den Bühnenfassungen den letzten Schliff zu geben. Wie bei seinen stilvollen Fotokompositionen geht er mit viel Feingespür an die Texte. «Mungo» übersetzte aber auch schon einige Filme von Urs Odermatt in den Nidaldner Dialekt.

 

 

Pflege des Nidwaldner Dialekts – unsere Mundart

«Insofern sehe ich es ganz gerne, wenn unsere Landbühnen Dialektstücke wählen und in guter, reiner, einheimischer Art aufführen. Den Buochsern hierfür besonderen Dank. Die Bühne wird da zur Schule der einheimischen Sprache, zu ihrem letzten öffentlichen Zufluchtsort.»

Dies hat Kon­stantin Vokinger im «Nid­wald­ner Volksblatt» geschrieben. Nicht kürzlich – im März 1951 – vor 64 Jahren! Schon damals gab es eine Vermischung, bangte er um die Reinheit unserer Mundart. Noch viel mehr als damals kann die Bühne heute eine Zufluchtsstätte unserer Mundart sein, hoffentlich nicht die letzte.

Früher gab es noch viele Bauern, denen ein urwüchsiger Dialekt «in die Wiege gelegt» war. Viele auswärtige Theaterbesucher lieben und schätzen heute noch unsere Mundart. Darum möchten wir sie nach bestem Wissen und Können erhalten und fördern. Dabei sind wir uns bewusst, dass die Sprache keine tote Sache ist.  

Auch die typischen hiesigen Ausdrücke «dui»  (du) und «ai» (auch) hört man immer weniger, weil Nidwalden, als kleiner Sprachraum und wegen der Zuwanderung, die Eigenart immer mehr verliert. Eine allgemeine Vermischung mit anderen Idiomen und englischen Brocken nimmt weiterhin überhand.

Gerade darum ist es für uns ein grosses Anlie­gen unsere Mundart auf der Bühne zu pflegen. Wir überlassen dies nicht dem Zufall. Mit der Mundartbearbeitung des Textbuches soll eine möglichst einheitliche, authentische Sprechweise gefördert werden. Ob es sich um einen Handwerker handelt oder um einen Akademiker, dies muss auch sprachlich zum Ausdruck kommen. Ein Bauer spricht urchiger als ein Städter.

Wenn wir mit unseren Theateraufführungen unserer hiesigen Sprache einen Dienst erweisen können, freut es uns. Anderseits be­­dauern wir, wenn die Land­bühnen der letzte Zufluchtsort einer unverfälschten Mundart sein sollten. Wäre schade. «Chäibe schaad!»

Textauszug von 150-Jahr Jubiläumsschrift
von Otto Baumgartner